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Lesung: Kurt Tucholsky – Literatur, Zeitgeschichte und Blick aufs Land

Die Literaturwissenschaftlerin Sunhild Pflug gestaltet einen Abend zu Leben und Werk von Kurt Tucholsky. In einer Verbindung aus Lesung und Kommentar stellt sie ausgewählte Texte vor und ordnet sie in ihren historischen Zusammenhang ein.
Tucholsky gehört zu den scharfsinnigsten Beobachtern der Weimarer Republik. Seine Texte sind geprägt von politischer Wachsamkeit, Sprachwitz und einem genauen Blick auf die gesellschaftlichen Verhältnisse seiner Zeit. Neben bekannten satirischen und journalistischen Arbeiten richtet sich der Abend auch auf weniger beachtete Texte, in denen Tucholsky das Leben außerhalb der Großstadt beschreibt.
Dabei wird auch sein Bezug zu Berlin und Brandenburg sichtbar. Immer wieder zog es ihn aus der Metropole hinaus ins Umland, wo er Abstand zum politischen Betrieb suchte und zugleich mit großer Genauigkeit das Leben auf dem Land beobachtete. Diese Spannung zwischen Stadt und Provinz, zwischen Öffentlichkeit und Rückzug, zieht sich durch viele seiner Texte.
Dr. Sunhild Pflug, die sich seit vielen Jahren mit Literatur- und Kulturgeschichte des 19. und 20. Jahrhunderts beschäftigt, verbindet die Lesung mit erläuternden Kommentaren und stellt Bezüge zur regionalen Geschichte her. So entsteht ein Abend, der Tucholsky nicht nur als Satiriker zeigt, sondern als Autor, der auch die Landschaft und Gesellschaft Brandenburgs mit wachem Blick wahrgenommen hat.
Wir freuen uns auf einen gemeinsamen Austausch über Kurt Tucholskys Blick auf die politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen seiner Zeit und über die Frage, welche Lehren sich aus der Weimarer Republik ziehen lassen – und welche Parallelen sich vielleicht auch heute erkennen lassen. Natürlich können auch Bücher vor Ort erworben werden.
Der Eintritt ist frei, Spenden werden erbeten.

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